Auslandspraktikum auf Gran Canaria
Ein Kollege von uns, der sich in der berufsbegleitenden Ausbildung zum Erzieher befindet, konnte ein vierwöchiges Auslandspraktikum auf Gran Canaria absolvieren. Im Rahmen einer Personalentwicklungsmaßnahme und in Zusammenarbeit mit Erasmus+ konnte er für die Zeit im Ausland freigestellt werden. Unter Fortzahlung seines Entgeltes war es ihm so möglich seine berufliche Ausbildung ohne Unterbrechung fortzuführen.
Er besuchte während seiner Zeit auf Gran Canaria die private Schule Colegio Arenas Almas. Sie hat die Besonderheit, dass sowohl spanisch wie auch englisch und deutsch unterrichtet wird. Insgesamt wechselte er zwischen den verschiedenen Altersgruppen. So durfte er die kleinen Kinder im Alter von drei bis fünf Jahren mitbetreuen und begleitete bei den älteren Schulkindern den Unterricht von der 1. bis zur 6. Klasse.
Dabei ist unserem Kollegen aufgefallen wie unterschiedlich der pädagogische Ansatz im Vergleich zu der pädagogischen Arbeit in Deutschland war. Ihm ist besonders in Erinnerung geblieben in welchem frühen Alter die Kinder dort bereits in Fächern wie Mathematik, Sport oder Englisch unterrichtet werden. Trotzdem wird dort auch auf das Spielbedürfnis der Kinder eingegangen. Der Tag wird dementsprechend aufgeteilt, sodass morgens der Unterricht stattfindet und nachmittags die Kinder draußen spielen oder Sport machen können.
Außerdem waren die Fach- und Lehrkräfte vor Ort sehr am deutschen Betreuungskonzept und an den Erfahrungen unseres Kollegen interessiert, sodass es zu vielen spannenden fachlichen Gesprächen kam.
Generell war der Besuch unseres Kollegen von einem regen Austausch geprägt. Neben den fachlichen Eindrücken auf der Schule, konnte unser Kollege auch im privaten Bereich viel aus diesem Praktikum mitnehmen. Die Gastfreundlichkeit und Offenheit der Bewohner Gran Canarias hat ihn in seiner Persönlichkeit und seinen Sprachkenntnissen weitergebracht. Selbst einfachste Gespräche in einem Restaurant oder auf der Straße haben ihm geholfen, sein Verständnis für die Menschen vor Ort und für die spanische Sprache zu vertiefen.
Er ist mit drei weiteren Personen angereist und konnte mit ihnen gemeinsam eine Wohnung mieten. Somit war er nie allein und hatte neben den Ansprechpartnern auf der Schule auch Personen bei sich, die das gleiche erleben wie er.
Insgesamt kann er ein Auslandspraktikum nur allen Azubis und Studenten empfehlen. Der fachliche Austausch mit den pädagogischen Fachkräften vor Ort hat ihn beruflich weitergebracht. Die Reise und das Leben auf Gran Canaria wiederum haben seine persönliche Entwicklung gefördert.
Grundsätzlich ist die Personalentwicklung immer offen für externe Praktika. Sie hilft gerne dabei, ein solches Praktikum in die Aus- und Weiterbildung zu integrieren, sofern dem keine dienstlichen Themen widersprechen.